9.10.19 Stiertreiben

Unser Tag beginnt wolkig und kühl.

Trotzdem lässt Johann es sich nicht nehmen, noch einmal Pool und Wasserpark unsicher zu machen. Dem Rest der Familie ist es zu kalt.

Wir fahren noch einmal in den Ort, weil dort heute die Stiere durch die Stadt in die Stierkampfarena getrieben werden und das wollen wir sehen.

Schon eine Viertelstunde vorher jagt ein Polizist hektisch alle von der Straße. Dann kommt ein Auto mit Sirene um die Ecke, gefolgt von ein paar Pferden. Schwupps sind sie vorbei. Der Polizist öffnet die Absperrung und sagt „Fin“. Das wars. Alles in allem hat das Spektakel vielleicht 30 Sekunden gedauert und wir bleiben verdattert zurück. Wir dachten, das wäre die Vorhut oder so.

Erst anhand meines Videos rekonstruieren wir, dass zwischen bzw. hinter den Pferden auch ein paar Stiere waren. Die Camargue-Stiere sind viel kleiner als die Spanischen und auch kleiner als die Pferde.

Wir machen noch Mittagspause am Meer und brechen dann auf.

Tschüss, Camargue!

Wir fahren heute bis zur Côte Bleue, kurz vor Marseille. Der Campingplatz Le Mas hat 4 Sterne und sah vielversprechend aus. Mit beheiztem Pool 🙂

In Wirklichkeit aber ist es eng, voll und man muss diese doofen Bändchen tragen.

Wir entscheiden uns für einen Platz am Spielplatz. Die Kinder spielen, wir sitzen am Rand, trinken Bier und schauen zu.

Am Nachmittag erschien uns das clever. Auf den letzten Campinplätzen war auf den Spielplätzen (genau wie hier) nichts los. Rentner gehen halt selten auf Spielplätze.

Hier aber sind unheimlich viele halbwüchsige Kinder (alle aus Deutschland oder der Schweiz) die gegen Abend alle von Strand/Pool/Ausflügen oder sonstwo zurück kommen und sich vor unserem Wohnmobil am Spielplatz treffen. Doofe Idee, uns direkt dort hinzustellen. Es ist irre laut und geht nach unserem Verständnis weit über normalen Kinderlärm hinaus. Man hat das Gefühl, die kommunizieren nur brüllend miteinander und es werden immer mehr. Und anscheinend müssen die auch nicht ins Bett. Zumindest nicht, bis ich selbst schlafen gehe. Naja, lange werden wir hier wohl sowieso nicht bleiben. Und vielleicht entschädigt uns ja der Pool. Den haben wir heute nicht mehr getestet.

Stattdessen haben Spaß mit unseren neu erstandenen Boule-Kugeln. Fehlt eigentlich nur noch so ein lustiger Magnet, damit wir die Kugeln nicht mehr aufheben müssen.

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